Volle Städte – leere Dörfer: Der Maschinenring erkennt seinen Auftrag

Ich erschrecke beinahe, wenn ich durch meinen ehemaligen Heimatort Schenkenfelden fahre: Vor 40 Jahren war dieser Ort für mich eine gefühlte Metropole, da ich noch ca. 2 km außerhalb in einem 9-Seelendorf wohnte. Im Ort spielte sich einfach alles ab. Vereine bildeten das soziale und kulturelle Leben.
Eingebettet in eine festgefahrene Struktur erkämpfte ich mir immer mehr Freiheit nach der großen Welt. Bezugnehmend auf die ORF-Sendung IM ZENTRUM vom 21. Oktober 2018 mit dem Titel „Volle Städte – leere Dörfer“ hat mich die Feststellung von der Schriftstellerin Sabine Scholl – gebürtig aus Grieskirchen – sehr positiv gestimmt: Immer mehr Jugendliche entdecken das Handwerk neu. Das Bedürfnis, etwas mit den Händen zu machen, sehe ich als ein Versuch der Abkehr, sich in vollen Hörsälen zu setzen, sich praxisfremd Wissen anzueignen und dann im ersten Job als Akademiker an der einfachsten Anforderung, bei der Hausverstand gefragt wird, zu versagen.

Sich der Landflucht entgegenstellen
Es ist definitiv keine prickelnde Vorstellung, täglich im Stau viel kostbare Zeit – genannt Freizeit – zu verlieren und täglich in die Stadt zu pendeln, weil es nur wenige Jobmöglichkeiten am Land gibt. Viele Ideen von Seiten der Politik sind dabei nur am Papier festgehalten. Für den Maschinenring ist es ja fast ein gesellschaftspolitischer Auftrag – HIER zu schreien. Denn JA, wir haben ein flächendeckendes Vertriebssystem von 84 Maschinenringen.
Der Maschinenring vermittelt Personal in KMU-Betriebe in der Region. Es sind innovative Betriebe; gerne erwähne ich die Kreisel Brüder aus Freistadt, die anfangs in ihrer Werkstatt herumtüftelten. An dieser Stelle verweise ich auf kreiselelectric.com. Es ist völlig egal, wo Hirnschmalz verwendet wird – in Hintertux oder in einer Großstadt. Ich bleibe beim Maschinenring und erwähne Mold, das ich vorher nicht mal gekannt habe. Dort sitzt Winkler, irgendwo in OÖ sitzt Braun. Alles was sie brauchen, ein geniales Hirn, ein schnelles Breitbandinternet, Zugang zu Forschungseinrichtungen und bäuerlichen Betrieben.

Ich fasse zusammen: Der Maschinenring hat geniale Mitarbeiter – ist vernetzt in ganz Österreich – bietet viele Jobmöglichkeiten für alle Qualifikationen, fördert die Landwirtschaft und sichert landwirtschaftliche Betriebe durch die Betriebshilfe ab etc. Gäbe es ihn nicht, müsste man ihn erfinden.

24.10.2018